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Hildegard von Bingen Zitate

Hildegard von Bingen über den Dezember

Liber Divinorum Operum • 1. Teil, 4. Vision

Auch der zwölfte Monat hat starke Kälte. Er lässt die Erde gefrieren, bedeckt sie völlig mit dem Schaum der Kälte und macht sie abstoßend und beschwerlich.
Deswegen werden mit seiner Eigenschaft die Füße des Menschen bezeichnet, die sehr vieles zertreten und breittreten und die Erde eindämmen. Sie können sich auch nicht von der Erde in die Höhe heben, sondern stehen auf ihr.

So wird auch die Seele des Menschen schwer befleckt, der in seiner Wut das Blut seines nächsten vergossen hat oder ihm im Streit ein anderes Unrecht zufügte.
Denn wie der Körper nach dem Scheiden der Seele ohne jede Wärme ist und kalt bleibt, so vergisst ohne die Wärme der Gaben des Heiligen Geistes die Seele, in Zorn verhärtet, ihr Wesen. …

Denn im Zorn fließt das Blut des Menschen über. So wird der selbst seiner gesunden Sinne beraubt und sozusagen wahnsinnig.
Wer also derart für die guten Werke der heiligen und reinen Erkenntnis blind ist, wird niemals die Freuden der Heiligkeit besitzen, die er in seinem Zorn befleckt hat. …


Foto: Renate Keim
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Von holundra

Phytotherapie • Hildegard von Bingen • Alchemie • Kunstgeschichte • Tier & Natur

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