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Stationen

3. Etappe

von Gettorf am Nord-Ostsee Kanal entlang nach Kiel

Vom Friedhof geht es weiter… Ich bin überrascht, dass der Weg noch vor den Bahnschienen nach rechts abbiegt. Ich wäre an der B76 weitergegangen und über Gut Wulfshagen gelaufen. (Den kleinen Umweg zeige ich Euch im nächsten Beitrag.)
Die Straße geht in einen Feldweg über – und dann bin ich plötzlich auf einem Bauernhof. Ich fühle mich unbehaglich, weil es doch privater Grund ist – aber am Zauntor klebt eine Pilgermuschel – also ist das wohl richtig so. Vom Hof gelangt man direkt in das „Ortszentrum“ von Tüttendorf.

Weiter geht es Richtung Neuwittenbek, bis man zu einer Straßenkreuzung mit Gedenkstein gelangt. Aus Erfahrung weiß ich, dass hier viele Ausflügler erstmal orientierungslos anhalten. Der Pilgerweg ist die gerade Straße Richtung Warleberg.

Das Schild mit dem alles begann…
Bei einer Hunderunde fiel mir der Muschelaufkleber auf und ich fragte mich: Hier ist tatsächlich ein Pilgerweg?
Tja, und dann hab ich mich mal schlau gemacht…

Land(wirt)schaft

Die schmale Straße ist die Verbindung zwischen zwei landwirtschaftlichen Betrieben, meist ist es dort ruhig – aber zur Erntezeit herrscht reger Treckerverkehr!

Um Gut Warleberg herum und über die Landstraße zum Obstcafé. Das ist ein beliebtes Ausflugsziel – leckeren Erdbeerkuchen essen und über den Nord-Ostsee-Kanal schauen – wenn man Glück hat, dann kommt gerade ein Schiff vorbei.

Über einen Trampelpfad und eine kleine Treppe erreicht man den Betriebsweg, der am Nord-Ostsee-Kanal entlang führt.

Levensauer Hochbrücken
Die alte Brücke wird wegen der Kanalverbreiterung leider bald abgerissen. Der Kaiseradler hängt jetzt an der Aussichtsplattform an den Schleusen.

Gut Projensdorf – hier fließt der Überlauf des Alten Eiderkanals in den NOK. Am Horizont sieht man die Hochbrücken von Holtenau.

Die Holtenauer Hochbrücken sind gewaltig. Ich war als Kind schon fasziniert, als sie gebaut wurden. Ich bleibe gerne mal unter den Säulen stehen und fühle mich dabei ganz klein und gleichzeitig geboren. Naja, es ist schon kathedralartig.

Weiter geht es zur Fähre, die kostenlos über den Kanal fährt und die Stadteile Holtenau und Wik verbindet.
Warum es sich lohnt in Holtenau noch eine Extrarunde zu drehen zeige ich Euch in einem der nächsten Beiträge.

Wer mag, der kann auch zu Fuß über die Brücke gehen und den fantastischen Ausblick über die Förde genießen.

In der Nähe des Fähranlegers gibt es eine Aussichtsplattform, von der die Schleusen beobachtet werden können. Anhalten und ein Blick zurück lohnen sich!

Für mich sind es nur noch wenige Minuten zu meinem Zuhause bei der Petruskirche. Ich empfinde tiefe DANKBARKEIT nach dieser Etappe – ich war eigentlich nur in der Nachbarschaft unterwegs, gleichzeitig aber auch über das Netz des Camino mit ganz Europa und vielen Menschen verbunden.

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Von holundra

Die Welt ist ein wilder, unglaublicher, ja auch absurder Ort, aber doch ein Ort in dem es sich leben lässt!
(Ray Bradbury, 1983)

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