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Losgehen wär jetzt schön

Seit Beginn der Corona Einschränkungen ist der Himmel strahlend blau und die Temperaturen sind angenehm.
Überall zeigt sich das Grün des Frühlings.
VIRIDITAS = GRÜNKRAFT wie Hildegard von Bingen es nennt.

Aber so richtig pilgern mit Übernachten ist nicht drin. Was tun?

Meine Gedanken waren so wirr und durcheinander wie die Äste dieser Eiche, die ich vor einigen Tagen fotografierte. Der klare Plan dahinter, der perfekte blaue Himmel, ist in seiner Gänze gar nicht zu sehen.
Vielleicht ist das ja alles eine Übung – die Hoffnung nicht zu verlieren, dass alles einen tieferen Sinn hat …

Nun habe ich mir fürs Erste folgendes überlegt:

  • Wir pilgern durch mein Foto Archiv.
  • Wir pilgern durch Hildegards Schriften.
  • Wir pilgern durch mein Bücherregal.

Ich hoffe, ich kann uns damit die kommende Zeit etwas bunter und interessanter gestalten.
Bleibt gesund und behütet!


Fotos: Renate Keim
Ich freue mich, wenn Dir meine Fotos gefallen – unter Angabe der Quelle darfst Du sie gerne teilen.

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Hildegard von Bingen Zitate

Hildegard von Bingen über den Oktober

Der zehnte Monat gleicht einem sitzenden Menschen, weil er nicht mit seinen Kräften in Grünkraft auffliegt. Er bringt auch keine Wärme, sondern entblättert die Äste der Bäume und schickt Kälte aus.

So krümmt sich auch der Mensch im Sitzen zusammen, um der Kälte zu entgehen. In diesem Monat zieht er auch seine Kleidung fest an sich, weil der dann durch seine Bekleidung Wärme hat.
So ist auch der Mensch, wenn er im Greisenalter zu frieren beginnt, weiser geworden als früher. Er hat die Lebensart der Jugend satt, lässt das Schwanken zwischen zügellosem und törichtem Verhalten in diesem Alter austrocknen und meidet die Gesellschaft der Toren, damit sie ihn nicht mit ihrer Unwissenheit täuschen. …

Auch die Seele, die als lebendiger und kluger Geisthauch von Gott geschaffen wurde, der ja die wahre Weisheit ist, lehrt die Menschen, an dem festzuhalten was von Gott kommt.
Durch die Gnade Gottes beherrscht sie mit ihren Kräften im seligen Menschen, wie eine Herrin ihre Magd, den Leib, unterwirft ihn sich und erzeugt in ihm Freude an Gutem. …
Mit der Gnade des Heiligen Geistes tröstet die Seele den Leib, führt ihn von den Lastern zu den Tugenden, damit er nicht in Sünden zugrunde geht, und behütet ihn sorgsam.


Fotos: Renate Keim
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