Du sollst das Nichts lieben, du sollst das Etwas lieben, du sollst für dich sein und sollst dich an niemanden wenden, du sollst unermüdlich tätig sein und doch von allen Dingen frei, du sollst die Gefangenen losbinden und die Selbstherrlichen bändigen, du sollst die Kranken erquicken und selbst doch nichts besitzen, du sollst das Wasser der Pein trinken und das Feuer der Liebe mit dem Holz der Tugenden entzünden!
So bist du in der wahren Wüste zu Hause!
Foto: Renate Keim Ich freue mich, wenn Dir meine Fotos gefallen – unter Angabe der Quelle darfst Du sie gerne teilen.
Gott sei bei dir wie die Luft, die du atmest. Gott sei bei dir wie das Brot, das dich stärkt. Gott sei bei dir wie das Wasser, das dich erfrischt. Gott sei bei dir wie das Haus, das dich schützt. Gott sei bei dir wie die Sonne, die den Tag hell macht.
Den tiefen Frieden im Rauschen der Wellen, den wünsche ich dir. Den tiefen Frieden im schmeichelnden Wind, den wünsche ich dir. Den tiefen Frieden über dem stillen Land, den wünsche ich dir. Den tiefen Frieden unter den leuchtenden Sternen, den wünsche ich dir. Den tiefen Frieden vom Sohne des Friedens, den wünsche ich dir.
Der Herr segne dich: Er erfülle deine Füße mit Tanz und deine Arme mit Kraft. Er erfülle dein Herz mit Zärtlichkeit und deine Augen mit Lachen. Er erfülle deine Ohren mit Musik und deine Nase mit Wohlgerüchen. Er erfülle deinen Mund mit Jubel und dein Herz mit Freude. Er schenke dir immer neu die Gnade der Wüste: stille, frisches Wasser und neue Hoffnung. Er gebe uns allen immer neu die Kraft, der Hoffnung ein Gesicht zu geben. ES SEGNE DICH DER HERR.
Man müsste Flügel haben rundum voll Augen in denen noch die Träne der Sehnsucht steht wie eine verborgene Pforte im kreisenden Rad des Ewigen.
Man müsste erzittern können wie eine Harfe die der Wind im Vorübergang zärtlich berührt – wie eine Posaune den Ton eines anderen blasen in den Straßen der Stadt dass sich die Wächter die Augen reiben vor dem blendenden Licht das zu tönen beginnt.
Ich möchte knistern wie Holz im wachsenden Feuer dessen Flamme nicht schweigt weil die Glut schon am Werk ist.
Du kniest in den frischen Wunden der Messe – vor denen der Engel ins Schweigen sinkt – und funkelst wie edles Gestein in der Sonne nicht wissend dass Du dem Mund der Erde den Kuss ihres Schöpfers schenkst.
Erblühen wirst du wie eine Rose die nicht den Schatten fallender Blätter kennt weil aus der Umarmung sie lebt.
Spiegelnde Fläche in der mein Geliebter sein Antlitz findet wie Duft aus feinsten Gewürzen.
Ich möchte trinken vom Quell der aus dem Herzen des Vaters entspringt und offene Erde betaut mit Füller vom Frucht … „Ich bin die Blume des Feldes“ spricht das lebendige Licht – „mein ist das Werk“.
Wir tauchen unter im schäumenden Meer der Kräfte des Himmels die bauen die Mauern der goldenen Stadt mit Straßen aus Feuer und Glas.
Wie Kinder in Einfalt durch Fenster des Glaubens schauen die Nasen fest an die Scheiben gedrückt und sprechen ein verwunderliches O. „Wie gut – O wie gut ist doch Gott“.
Wir – Klumpen von Erde – wachen im Herzen des Vaters auf wie unter den warmen Flügeln der Henne genug ist’s zu lieben zu schauen und zu umarmen.
Wie der Flaum einer kleinen Feder – nicht zu besiegen vom Schwert – möchte ich tanzen im Wind der eigenen Schwere bar gehalten nur von den Händen Gottes.
entnommen dem Pilgerbuch der Pfarrei Heilig Kreuz Rheingau
Der Herr segne dich und mache die Wege hell, die er dich führt. Er lasse dich seine Nähe spüren, wenn du dich ängstigst, und öffne deine Augen und dein Herz für die Freude und für die Menschen, die er dir schenkt.
Der neunte Monat ist die Zeit der REIFE und zeigt sich nicht mehr schrecklich durch Unwetter. Allen überflüssigen Saft der Früchte, die zum Essen taugen, nimmt er weg. Denn er trägt alles sicher wie in einem Sack. Daher ist er auch in seinen Eigenschaften wie der Magen des Menschen, in dem mit der Hitze des Lebens und der anderen Eingeweide alles, was man ihm eingibt, durchgekocht wird; dieses Produkt aus Wärme und Kälte wird in festgesetzter Weise regelmäßig ausgeschieden. Aber dieser Vorgang wird manchmal durch Krankheit gestört, wie auch dieser Monat durch die vorausgehenden Unwetter bisweilen in seiner Regelmäßigkeit gestört wird.
Der Mensch erkennt auch durch den Tastsinn, was zum Essen reif ist, und verzehrt es, damit er nicht von unreifen Früchten in seinen Säften gestört wird und erkrankt, so wie auch dieser Monat den überflüssigen Saft der Früchte beseitigt. Er selbst strebt auch danach, sich nicht unmäßig, sondern richtig und ausreichend zu erholen, damit nicht seine Körpersäfte von verdorbenem Blut durcheinander gebracht werden. Auch alles Nützliche sammelt er sorgfältig für sich, wie jemand einen Gegenstand, den er liebt, sorgfältig einschließt, damit er ihm nicht weggenommen wird. So ist also der Mensch mit seinem Tastsinn dem Magen ähnlich, der das, was er aufnimmt in Wärme und Kälte maßvoll durchmischt, wieder ausscheidet, wie auch in diesem Monat alle Früchte sich reif zeigen, deren Saft später austrocknet.
Die Seele aber legt einen sehr starken Panzer an, der aufs sorgfältigste gewebt und zusammengefügt ist, nämlich die GEDULD. … Die Geduld ist mit der DEMUT in den Höhen, indem sie den Hochmut überwindet. … und so hält sie alle Werke im richtigen Maß gleichsam in der Reife. Was in Heiligkeit geschieht, heilt sie, indem sie es vor eitlem Ruhm schützt. Was in der Fäulnis der Sünden begangen wird, heilt sie, indem sei es von der Verzweiflung befreit. Die Geduld nämlich ist auf dem richtigen Weg …
Liber Divinorum Operum 1. Teil, 4. Vision
Fotos: Renate Keim Ich freue mich, wenn Dir meine Fotos gefallen – unter Angabe der Quelle darfst Du sie gerne teilen.
Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.