Kategorien
Stationen

Es geht los – die 1. Etappe!

Ich starte am Pfingstsonntag auf dem Parkplatz von Schloss Gottorf. Da ich schon seit einiger Zeit sehr schlecht zu Fuß bin, habe ich mich entschieden den Pilgerweg mit dem Fahrrad abzufahren.

Schleswig – Schloss Gottorf

An der Kreuzung der Zufahrt zum Schloss teilt sich die Via Jutlandica in einen östlichen und einen westlichen Teil. Mein Weg soll über Lübeck führen – auch wenn der länger ist.

Am Ufer der Schlei entlang geht es direkt auf den Dom zu. Fußgänger können sich rechts auf dem Weg halten und durch die Königswiesen gehen. Ich folge dem Fahrradweg, der links an der Hauptstraße entlangführt und komme an der Domschule vorbei. Ich mag glasierte Backsteine so sehr!

Dom St. Petri

Der Dom wird zur Zeit aufwendig saniert, die Kirchenfenster restauriert. Als ich dort ankomme, findet gerade ein Gottesdienst statt – daher keine aktuellen Fotos vom Innenraum.

das alte Fischerdorf Holm

Fast zu schön um wahr zu sein und die Touristenattraktion in Schleswig!
Die kleine Kirche und der Friedhof sind ein beliebtes Fotomotiv bei den Touristen. Ich habe Glück, dass ich Fotos ohne Menschen machen kann.

Kloster St. Johannis

Ein zauberhafter Ort – direkt am Schleiufer. Ich werde nochmal wieder kommen, wenn ich einen Besichtigungstermin gemacht habe. (Das Kloster ist nicht ohne Anmeldung zugänglich.)

Bibelzentrum
Bibelgarten

An der Friedhofsmauer entlang geht es weiter …

Raus aus dem Ort und ruck zuck befinde ich mich auf einem gut befestigten Sandweg. Der Pilgerführer verrät mir, dass es die alte Kreisbahntrasse ist. Ich komme zügig mit dem Rad voran – vorbei an einem Sportplatz, einem Kieswerk und einer Windmühle – immer geradeaus.

Schutzhütte und Rastplatz mit herrlichem Blick auf die Schlei. Ich mache eine Pause, esse mein Brötchen und bin dankbar für den Tag.

Noch so ein Unterstand – ist das nicht bezaubernd?

Hier biege ich ab, denn ich möchte mir die Kirche ansehen.

Moldenit

St. Jacobus Kirche in Moldenit

Leider nicht geöffnet, aber trotzdem schön!
Der Pilgerführer weist mich daraufhin, dass diese Kirche die erste auf dem Weg ist, die nach JACOBUS benannt wurde.

St. Marien Kirche in Kahleby

Der Gottesdienst für die Konfirmation ist gerade beendet und ich habe die Möglichkeit kurz in das wundervolle Innere zu schauen!

Füsinger Au

Beim Hinweis am Geelen Krog nehme ich den falschen Weg. Dadurch verpasse ich die Kirche von Brodersby – werde aber mit einer wunderschönen Landschaft entschädigt.

St. Andreas in Brodersby

Schließlich komme ich in Missunde an und nehme die Fähre über die Schlei.

Nun führt der Weg durch ein Waldgebiet. Anfangs muss ich das Rad den schmalen, steilen Weg hinaufschieben und ärgere mich, dass ich nicht die Straße genommen habe.

Schnell wird der Weg aber wieder breiter.
Ich mache an einem besonders schönen Fleckchen Rast und schaue über die Schlei rüber nach Louisenlund.
„Leben, wo andere Urlaub machen!“ Wie sehr stimmt doch dieser Werbeslogan von Schleswig-Holstein!
Ich muss unbedingt mal mit dem Hund hier spazieren gehen!

Weiter geht es Richtung Kosel. So langsam bin ich erschöpft von all den Eindrücken und halte auf einem Schotterparkplatz an. Ich lehne das Rad an einen Pfahl und schaue direkt auf das Zeichen mit der Jacobsmuschel. Huch! Dann drehe ich den Kopf kurz nach links und schaue direkt auf die Kirche …

St. Laurentius Kirche Kosel

Die Kirche ist offen und einladend. Ich nehme auf der Kirchenbank Platz und schaue mich um: alte Deckenmalereien, ein Taufstein aus Granit …
Besonders willkommen fühle ich mich – man kann Kerzen anzünden und es gibt Postkarten (und Briefmarken!), damit der Pilger einen Gruß nach Hause schicken kann.

Der Pilgerführer verrät mir, dass diese Feldsteinkirche um 1200 aus Granitfindlingen gebaut wurde. Ich gehe nochmal rund um die Kirche herum, bewundere die alten Grabplatten und den mächtigen Kirchturm.

Nun geht es wieder in die Natur.
Vor mir auf dem Weg plötzlich ein Auto und ein nackter Mann – ach ja, hier soll es eine Badestelle geben! Ich komme zum Naturschutzgebiet am Bültsee. Ein altes Tor und ein schiefer Bootssteg haben einen „lost places“ Charm.

Ich muss das Fahrrad einige Mal durch Stahltore schieben, die sich mit einer großen Feder selbst schließen. Sehr schwierig, wenn man alleine unterwegs ist (und den nackten Mann wollte ich nicht um Hilfe bitten!). Dann stehe ich auf einer Wiese und sehe am Seeufer eine Kuh mit ihrem Kalb. Welch eine Idylle!

Durch kniehohes Gras schiebe ich das Rad nun weiter und bin dann plötzlich an der B76. Die Muschel zeigt nach rechts.
Aber für heute habe ich genug! Ich wende mich nach links und radle bis zur Carlshöhe in Eckernförde wo mich mein „Shuttle“ abholt.


Mein Fazit der ersten Etappe:
Nachdem ich viele Bedenken hatte, war der Start doch relativ einfach. Wie immer im Leben – wenn der erste Schritt getan ist, dann läuft es irgendwie weiter. Ob nun langsam oder schnell, das ist gar nicht entscheidend – so lange es nur vorwärts geht! Und „falsche“ Wege können manchmal sehr bereichernd sein.
Aber die beste Erkenntnis hatte ich am Abend:
Ich hatte mich gewundert, warum mir der letzte Teil des Weges so anstrengend vorkam. Hatte das der Erschöpfung zugeschrieben. Als ich dann das Fahrrad näher betrachtete sah ich, dass die Bremse am Hinterrad sich fest gestellt hatte. Das musste beim Durchqueren einer der Tore passiert sein.

Ich habe mich selbst ausgebremst!

Was für eine Lektion am 1. Tag. 🙂
Ich freue mich auf die Fortsetzung!

Kategorien
Hildegard von Bingen

Über die Akelei

Akelei ist mehr kalt als warm.

Und der Mensch, bei dem der freis, der selega (Erysipel) heißt, aufzuschießen beginnt, soll rohe Akelei essen der freis wird verschwinden.

Auch der, bei dem Skrofeln zu wachsen beginnen, soll oft rohe Akelei essen, und die Skrofeln werden abnehmen. Denn Skrofeln sind nagender Schleim und werden von den guten Kräften dieses Krauts aufgelöst.

Und wer viel Phlegma auswirft, soll Akelei in Honig beizen und oft essen: Sie vermindert das Phlegma und reinigt ihn, weil die Kälte der Akelei, vermischt mit der Wärme des Honigs, das Phlegma, das von warmen und kalten Säften kommt, vermindert.

Wer aber Fieber hat, soll Akelei zerreiben und ihren Saft durch ein Tuch streichen und diesem Saft Wein beifügen und das oft so trinken, und es wird ihm besser gehen, weil dieses Kraut, mit der Wärme des Weines vermischt, die schädlichen Fiebergluten unterdrückt.

Achtung – ich übernehme keinerlei Haftung für die Rezepturen!

Wissenswertes:

  • Symbol für Heiligkeit und Dreieinigkeit
  • Marienpflanze
  • im Mittelalter auf diversen Gemälden abgebildet
  • heilige Pflanze in der kabbalistischen Ligatur:
    AGLA = Atha gibbor leodam adonai
    = Du Held in Ewigkeit, mein Herr

Fotos: Renate Keim
Ich freue mich, wenn Dir meine Fotos gefallen – unter Angabe der Quelle darfst Du sie gerne teilen.

Kategorien
Zitate

Du sollst das Nichts lieben

Du sollst das Nichts lieben,
du sollst das Etwas lieben,
du sollst für dich sein
und sollst dich an niemanden wenden,
du sollst unermüdlich tätig sein
und doch von allen Dingen frei,
du sollst die Gefangenen losbinden
und die Selbstherrlichen bändigen,
du sollst die Kranken erquicken
und selbst doch nichts besitzen,
du sollst das Wasser der Pein trinken
und das Feuer der Liebe
mit dem Holz der Tugenden entzünden!

So bist du in der wahren Wüste zu Hause!


Foto: Renate Keim
Ich freue mich, wenn Dir meine Fotos gefallen – unter Angabe der Quelle darfst Du sie gerne teilen.

Kategorien
Hildegard von Bingen

Über die Tollkirsche

Die Tollkirsche hat in sich Kälte und Hitze, aber in der Weise, dass sie in dieser Kälte den Überdruss und die Lähmung der Unvollkommenheit enthält, und auf der Erde und an dem Ort, wo sie wächst, besitzt die teuflische Einflüsterung gewissermaßen Anteil und Gemeinschaft für ihre Kunst. Sie ist auch für den Menschen gefährlich zu essen und zu trinken, weil sie sein Bewusstsein erschüttert, als ob er tot sein.

Aber wenn ein Mensch von großen und reifen, das heißt durchsottenen, Geschwüren an der Haut und in seinem Fleisch durchlöchert ist, soll er etwas Gänseschmalz nehmen und von Hirschfett und Bockstalg, soviel er bekommen kann, und füge dem ein wenig Tollkirschensaft (wie eine Tropfen mit der Feder) hinzu und vermische (das heißt knete) das miteinander und mache so eine Salbe.
Mit dieser soll er seine großen Geschwüre vorsichtig und nicht oft einreiben, damit er davon keinen Schaden nimmt.

Und dieser Salbe soll er deswegen nur ein bisschen Tollkirsche zufügen, weil diese, wenn er zuviel zufügt und sich so oft einreibt, sein Fleisch zerfrisst und durchlöchert.

Richtig gemischt aber, wie oben gesagt, heilt sie.

Die Wärmearten der genannten Fette, mit ihren Kräften vermischt, bekämpfen die unrechte Hitze der schlimmen Geschwüre, die von unrechter Kälte kommen, wenn etwas Tollkirschensaft zugefügt ist, weil dessen Kraft dem besagten Fett hilft, die schlimmsten Geschwüre zu vertreiben.

Achtung – die Tollkirsche ist eine Giftpflanze!
Ich übernehme keine Haftung für diese Rezepturen.

Vergiftungserscheinungen:
Heiß wie ein Vulkan, blind wie ein Maulwurf,
trocken wie ein Knochen, rot wie eine Tomate
und verrückt wie der Hutmacher bei Alice im Wunderland.


Fotos: Renate Keim
Ich freue mich, wenn Dir meine Fotos gefallen – unter Angabe der Quelle darfst Du sie gerne teilen.

Kategorien
Hildegard von Bingen

Über den Mai

Der fünfte Monat ist lieblich, mild und herrlich durch die Früchte der Erde, wie auch das Schmecken des Mundes süß und freundlich ist; denn durch den Geschmack wird erkannt und festgestellt, woran der Mensch sich in Freude erquickt.

So ist auch die Vernunft die Säule und das Mark der fünf Sinne, die durch sie erhalten und zum Wirken angeleitet werden, wie die Erde, die vom Pflug umgeworfen ist, im Keimen fruchtbar wird. 

Das Sehen aber, die Sinneswahrnehmung der Augen, durch das der Mensch alles sieht und erkennt, hat mit Recht die Vorrangstellung unter den übrigen Sinnen. Denn wie sie in ihrer Stellung höher ist als die übrigen, so erfasst sie auch besser die entfernteren Dinge als die anderen. Auch dadurch ist der Gesichtssinn angenehm und großartig, weil der Mensch in ihm durch Erkennen und Auswählen das Nützliche vom Unnützen unterscheidet. 

Der fünfte Monat, der Mai, hat den lieblichsten Duft der Blumen, an denen sich die Herzen der Menschen erfreuen, weil in ihm alle Früchte der Erde hervorsprießen, an denen sich der Mensch freut. 

So erkennt auch der Mensch mit der Sehkraft der Augen auf natürliche Weise jede Verwendung der Wesen. Mit der Schärfe seiner Vernunft erkennt er den Unterschied von dem, was er sieht. 

Die Fruchtbarkeit dieses Monats aber ist dem Geschmackssinn des Menschen ähnlich, durch den der Mensch erkennt, was zu seiner Erquickung nützlich ist. 


Fotos: Renate Keim
Ich freue mich, wenn Dir meine Fotos gefallen – unter Angabe der Quelle darfst Du sie gerne teilen.

Kategorien
Zitate

Segen (3)

Mögest du am Morgen voll Erwartung sein, 
mittags sei voller Kraft, 
und abends sei voller Weisheit: 
Gott segne dich!


Foto: Renate Keim
Ich freue mich, wenn Dir meine Fotos gefallen – unter Angabe der Quelle darfst Du sie gerne teilen.

Kategorien
Hildegard von Bingen

Über die Birke

Die Birke ist mehr warm als kalt und bedeutet das (Un)Glück. *

Wenn am Körper eines Menschen seine Haut rot und ausgebeult zu werden beginnt, als wollte sich dort eine Schwellung erheben oder als wollten Würmer ausbrechen, dann nehme man die Kätzchen oder Sprossen dieses Baumes, erwärme sie an der Sonne oder am Feuer und lege sie so warm auf die schmerzende Stelle, binde sie mit einem Tuch fest, tue das oft, und jene Schwellung wird verschwinden.
Denn die Wärme dieses Holzes hat eine gute Ausprägung und einen guten Saft, und wenn sie an der Sonne oder am Feuer aktiviert und durch dieses Feuer schlechter Saft ausgekocht wird, dann vermindert sie die schädlichen Körpersäfte der aufkommenden Schwellung.

* Anmerkung in meinem Exemplar der Physica:
„Die handschriftliche Überlieferung schwankt zwischen felicitas und infelicitas – wobei letztere Variante überwiegt.“

Mein Gedanke dazu:
Könnte es sein, dass die Einordnung Gut/Böse mit der Farbe der Rinde zu tun hat? Die ist ja auch beides (weiß und schwarz) gleichzeitig.

Achtung – ich übernehme keinerlei Haftung für die Rezepturen!

Foto: Renate Keim
Ich freue mich, wenn Dir meine Fotos gefallen – unter Angabe der Quelle darfst Du sie gerne teilen.

Kategorien
alltägliches Pilgern

Hab da mal was ausprobiert

Das #wirbleibenzuhause fällt jeden Tag schwerer – und Tagesausflüge sind in Schleswig-Holstein ja erlaubt.
Vor einigen Tagen hatte ich mich daher spontan entschieden eine Radtour zu zwei Stationen des Pilgerwegs zu machen. Ich wollte wissen, wie es sich anfühlt, in Corona Zeiten unterwegs zu sein.

Beim Fahren über Land war alles ganz normal.
Mein erster Halt war die St. Jürgen Kirche in Gettorf.
Ein recht monumentales Gebäude für den kleinen Ort.

St. Jürgen Kirche in Gettorf

Ich stellte das Fahrrad ab und ging zur Tür. Ein laminierter Hinweis „Offene Kirche“ mit Verhaltensregeln. Davon wurde ja berichtet – die Kirchen sind für ein stilles Gebet geöffnet! Der Griff zu Klinke belehrte mich eines besseren – abgeschlossen! Und kein weiterer Hinweis.

Merke: In diesen Zeiten ist es noch wichtiger sich vorher genau zu informieren!
Na gut, dann erstmal weiter.

Gut Altenhof
Eckernförder Bucht – stürmischer Ostwind

Hier am Hundestrand waren recht viele Leute, die aber alle gut Abstand halten konnten. Je näher ich der Innenstadt kam, desto mehr Spaziergänger und Radfahrer waren unterwegs.
In der Fußgängerzone fühlte ich mich komisch. Die vielen schönen kleinen Geschäfte hatten wieder geöffnet. Es waren auch Leute unterwegs – für Eckernförder Verhältnisse aber eher wenig.
Mein Ziel war die schöne St. Nikolai Kirche.

St. Nikolai in Eckernförde
Blick in Richtung Fußgängerzone/Einkaufsstraße

Zuletzt war ich in der Adventszeit hier – da konnte man auch noch rein …
Ja, auch hier hatte ich kein Glück.
Also bleibt nichts anderes als abzuwarten!
Weiter ging es Richtung Hafenspitze …

Rundsilo am Hafen

Wenn Ihr mal nach Eckernförde kommt, dann achtet auf die vielen Engel, die auf den Gebäuden sind!

Zum Abschluss schaute ich bei der Bonbonkocherei vorbei. Die war ebenfalls geschlossen. Kann ich verstehen – in dem Laden ist es völlig unmöglich Abstand zu halten! Immerhin haben sie draußen einen Automaten aufgestellt, und ich konnte mir einen Lolli ziehen. 🙂

Naschi gibt es zum Glück immer!

Mein Fazit der Tour:
Klar, ich kann auf dem Pilgerweg unterwegs sein. Da fühlt es sich auch gut an alleine zu sein. Aber die Stimmung in den „Etappenzielen“ ist eben doch anders als sonst. Dass die Restaurants geschlossen haben, finde ich nicht so dramatisch; verpflegen kann man sich bei den Bäckereien und Lebensmittelgeschäften. Aber geschlossene Kirchen sind traurig!

Also schwelgen wir weiter in Erinnerungen und warten geduldig auf die weitere Entwicklung.

Nütschanix!


Kategorien
Allgemein

Losgehen wär jetzt schön

Seit Beginn der Corona Einschränkungen ist der Himmel strahlend blau und die Temperaturen sind angenehm.
Überall zeigt sich das Grün des Frühlings.
VIRIDITAS = GRÜNKRAFT wie Hildegard von Bingen es nennt.

Aber so richtig pilgern mit Übernachten ist nicht drin. Was tun?

Meine Gedanken waren so wirr und durcheinander wie die Äste dieser Eiche, die ich vor einigen Tagen fotografierte. Der klare Plan dahinter, der perfekte blaue Himmel, ist in seiner Gänze gar nicht zu sehen.
Vielleicht ist das ja alles eine Übung – die Hoffnung nicht zu verlieren, dass alles einen tieferen Sinn hat …

Nun habe ich mir fürs Erste folgendes überlegt:

  • Wir pilgern durch mein Foto Archiv.
  • Wir pilgern durch Hildegards Schriften.
  • Wir pilgern durch mein Bücherregal.

Ich hoffe, ich kann uns damit die kommende Zeit etwas bunter und interessanter gestalten.
Bleibt gesund und behütet!


Fotos: Renate Keim
Ich freue mich, wenn Dir meine Fotos gefallen – unter Angabe der Quelle darfst Du sie gerne teilen.

Kategorien
Hildegard von Bingen

Über die Mispel

Die Mispel ist sehr heiß und bedeutet die Sanftheit.
Ihre Rinde und Blätter aber taugen nicht sehr zur Arznei, weil ihre Wirkkraft ganz in ihrer Frucht ist.

Wer aber am Fieber leidet, soll ihre Wurzel zerkleinern und dieses Pulver in warmem Wein nüchtern und nach dem Essen und zur Nacht trinken und auch genau im beginnenden Anfall dieser Krankheit, und er soll das oft tun und er wird geheilt werden. Denn die Wärme dieses Baumes, vermischt mit der Wärme des Weines, vertreibt die unrechte Wärme und die unrechte Kält der erwähnten Fieber.

Die Frucht dieses Baumes ist für gesunde und kranke Menschen nützlich und gut, wie viel immer sie davon essen, weil sie mit ihren guten Kräften ihr Fleisch wachsen lässt und ihr Blut reinigt.


Fotos aufgenommen im Garten von Kloster Michaelstein bei Blankenburg im Harz.

Achtung – ich übernehme keinerlei Haftung
für diese Rezepturen!

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten